Welches Futter für meinen Hund? Nassfutter oder Trockenfutter?

Bei der Entscheidung zwischen Trockenfutter und Nassfutter scheiden sich die Geister. Die einen Hundebesitzer schwören auf eine der beiden Futterarten, während andere eine Kombination aus beiden Sorten ihrem Vierbeiner in den Napf geben. Eine nähere Betrachtung vom Trocken- und Nassfutter lässt ihre spezifischen Vor- und Nachteile offenbaren.

Trockenfutter für Hunde

Ein Trockenfutter für Hunde zeichnet sich durch einen geringen Feuchtigkeitsanteil von etwa 10 % aus und einen hohen Bestandteil von pflanzlichen Eiweißen. Zu den wichtigsten Vorteilen dieser Futterart zählen, dass es eine leichte Aufbewahrung bietet und eine geringe Geruchsbelästigung. Des Weiteren kann ein nicht aufgefressenes Trockenfutter zurück in sein Behältnis bzw. Säckchen gefüllt werden. Ein weiteres positives Kriterium ist der günstige Preis des Trockenfutters. Aufgrund der trockenen Konsistenz werden zudem das Zahnfleisch und die Zähne des Hundes gesund gehalten. In der Festigkeit dieser Futterart liegen jedoch auch Nachteile. So mögen kleinere Hunde Trockenfutter selten, da es ihnen das Fressen schwerer fällt. Außerdem müssen Hundehalter bei der Fütterung auf eine ausreichende Versorgung mit frischem Wasser achten.

Die Wertigkeit des Trockenfutters bemisst sich nach der Qualität der verwendeten Zutaten. Hundehalter sollten ein Futter auswählen, welches frei von Geschmacksverstärkern, Konservierungsstoffen sowie Duft- und Farbstoffen ist. Selbstverständlich sollte es keine Abfallprodukte aufweisen, sondern lediglich Zutaten in Lebensmittelqualität enthalten. Des Weiteren ist ein hoher Fleischanteil empfehlenswert, da Hunde keine Pflanzenfresser sind.

Für seinen eigenen Hund das passende Trockenfutter zu finden ist nicht schwierig, bedarf jedoch meist etwas Zeit. So soll das Futter dem Hund schmecken und zudem seine Gesundheit fördern. Hierfür kann es hilfreich sein, einige gute Sorten auszuprobieren. Der Hund sollte dabei stets hinsichtlich der Kriterien Fressfreude, Verdauung, Zähne, Haut und Fell beobachtet werden. Erscheint eine Trockenfuttersorte dem Hund zu gefallen, ist die passende Nahrung für den pelzigen Freund gefunden. Ab und an kann das Futter durch eine andere Marke bzw. Sorte abgewechselt werden, damit sich das Tier nicht mit einer eintönigen Nahrung langweilt. Ein Napf mit frischem Wasser sollte stets neben dem Trockenfutter stehen.

Nassfutter für Hunde

Kennzeichnend für Nassfutter ist, dass es hauptsächlich aus tierischen Eiweißen und einem Feuchtigkeitsanteil von bis zu 70 % besteht. Daher sollten vom Nassfutter dem Hund große Portionen gereicht werden. Aus gesundheitlicher Perspektive können sich die tierischen Proteine positiv auswirken. Ferner erlaubt die weiche Konsistenz ein leichtes Fressen, so dass es insbesondere für Hunde mit Zahn- oder Zahnfleischproblemen geeignet ist sowie sich für kleine Hunderassen als ideal erweist. Des Weiteren gehört Nassfutter bei vielen dieser Vierbeiner zur bevorzugten Nahrung. Diese für den Hund angenehme Frische des Futters birgt jedoch auch einige Nachteile. So muss das leicht verderbliche Nassfutter kühl und luftdicht gelagert werden. Ferner entsteht durch den intensiven Duft eine gewisse Geruchsbelästigung, sobald die Futterdose geöffnet worden ist. Ein zusätzlicher Nachteil ist der häufig hohe Preis dieser Produkte.

Bei der Auswahl des Nassfutters sollte auf einen hohen tierischen Eiweißanteil geachtet werden. Das Fleisch sollte stets Lebensmittelqualität besitzen und frei von Abfallprodukten sein. Ferner ist ein hoher Fleischanteil des Futters empfehlenswert. Künstliche Farbstoffe, Lockstoffe und Konservierungsmittel gehören in kein gesundes Nassfutter.

Nach einer eingehenden Überprüfung und Beurteilung der verwendeten Zutaten liegt es an dem pelzigen Haustier, ob ihm das ausgewählte Nassfutter schmeckt oder nicht. Verzeichnet der Besitzer ein freudiges Fressen bei dem Tier, sollte er nun die Verträglichkeit dieser Nahrung stetig an den Kriterien Stuhlgang, Fell, Haut, Zähne und Zahnfleisch an seinem Hund kontrollieren. Ist diese ebenfalls gegeben, haben Hund und Halter das geeignete Nassfutter gefunden. Da diese Futterart jedoch keine Zahn- und Zahnfleischpflege ermöglicht, sollten dem Hund manchmal Kauknochen gereicht werden. So muss er an dieser schmackhaften Beigabe seine Zähne trainieren.

Ein Vergleich von Trockenfutter und Nassfutter

Prinzipiell ist keine der beiden Futterarten besser als die andere. Ein Hundefutter, welches als sogenanntes Alleinfutter ausgezeichnet worden ist, gibt dem Hund alle nötigen Vitamine, Nährstoffe und Mineralien. Dies steht nicht in Abhängigkeit von der Konsistenz des Futters, sondern von seiner Qualität.

Da die gleiche Menge an Trockenfutter im Vergleich zum Nassfutter einen höheren Energiewert besitzt, ist die erst genannte Futterart dadurch günstiger. Ferner besticht sie durch eine einfache Art und Weise der Verfütterung. Wenn jedoch der Hund befragt werden könnte, würde er sich wahrscheinlich für das duftende Nassfutter mit seinem hohen Feuchtigkeitsanteil entscheiden. Daher bietet sich für viele Hundehalter eine Kombination aus beiden Futterarten an.

Ob die Entscheidung auf Nass- oder Trockenfutter fällt, hängt demnach von den Bedürfnissen und Ansprüchen von Hund und Halter ab. Eine Bewertung von besser oder schlechter gibt es in diesem Fall nicht. Lediglich sollte auf eine qualitative Alleinnahrung geachtet werden, welche unter Umständen durch ein ausgewiesenes Ergänzungsfutter erweitert werden kann.

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